Von Bienchen und Blümchen

Jeder von uns kennt sie – die Bienen. Sie liefern uns nicht nur Honig, Wachs und andere tolle Produkte, sondern tragen auch maßgeblich dazu bei, dass unsere Gemüse und Obstgärten Jahr für Jahr reichlich an Ernte bringen. Egal wie gut wir uns um die Pflanzen kümmern, ohne Bienen und viele andere Insektenarten würden wir erhebliche Ernte Einbußen erleben. Aktuell geht es den Bienen schlechter denn je. Doch jeder Einzelne von uns kann dazu beitragen, dass es für die Bienen und auch die vielen anderen Insektenarten wieder aufwärtsgeht, denn eines ist gewiss  - Sterben sie, sterben auch wir! 

 

 

Beginnt man sich mit seiner Umwelt und der Natur vermehrt auseinander zu setzen, gelangt man automatisch auch zu den kleinsten Lebewesen auf unserem Planeten. Sie haben meist eine  besondere,  aber leider viel zu oft verkannte, Rolle in diesem komplexen Ökosystem, welches für uns Menschen ja überhaupt erst die Grundlage unseres Überlebens bildet.

 

Von den vielen Abertausenden Arten von Insekten hängt mehr ab als uns allen bewusst sein dürfte - Sterben Sie, sterben auch wir! 

 

Diese Insekten sind dafür verantwortlich, dass viele Pflanzen Früchte tragen und sich überhaupt vermehren können. Ohne Bestäubung gäbe es zum Beispiel keine Äpfel, Birnen und Zwetschgen mehr auf dieser Welt.

 

Eine große Anzahl von Insekten trägt maßgeblich dazu bei, organisches Material wieder dem ökologischen Kreislauf zur Verfügung zu stellen, indem sie Pflanzen- oder tierische Reste verwerten. Auch stellen Insekten eine unglaublich große Nahrungsquelle für viele verschiedene Tiere da. Das Vogelsterben hängt beispielsweise ganz eng mit dem Insektensterben zusammen.

 

Das Insektensterben wirkt sich unmittelbar auf die Vogelwelt aus

 

Nachdem in den  letzten Jahren immer wieder ein Aufschrei durch die Medien ging, wo über das Massensterben vieler Insekten berichtet wurde, begann ich mich intensiver damit auseinanderzusetzen.

 

Bei meinen Recherchen dazu, blieb mein vermehrtes Interesse bei ganz bestimmten Lebewesen hängen – den Bienen. Denn Sie sind ein direkter und greifbarer Indikator dafür, wie es um unsere Umwelt in der wir leben steht.

 

Da wir Menschen Bienen halten, um an ihren Honig zu gelangen, haben wir einen guten Einblick in die Entwicklung der Völker und können an ihnen so auch direkt Rückschlüsse auf den Zustand unserer Umwelt ziehen. Käfer zählen in den Fluren ginge bestimmt auch, ist aber weitaus schwieriger um gesicherte Ergebnisse zu erhalten.

 

Drei Dinge waren mir seit ich denken kann über Bienen schon immer bekannt. Ersten von ihnen stammt mein heiß geliebter Honig, zum Zweiten sind die Bienen eine der wichtigsten Insekten, wenn es um die Bestäubung von Pflanzen geht und als Drittes war mir aus eigener erlebter Erfahrung tief im Gedächtnis eingebrannt, dass sie stechen können.

 

Bienen sind faszinierende Wesen, wenn man sich näher mit ihnen beschäftigt

 

Da das nicht ja nicht alles sein konnte, was es über Bienen zu wissen gibt, suchte ich nach einem Weg noch mehr über sie zu lernen. Anfangs dachte ich daran, mal ein Seminar dazu zu besuchen. In diesen Seminaren kann jeder der Lust hat, sich für ein paar Stunden oder gar einen ganzen Tag von erfahrenen Imkern erklären und zeigen lassen wie Bienen leben und welchen Einfluss diese kleinen Lebewesen auf unser Leben haben.

 

Nach reiflichem Überlegen keimte in mir eine, wie ich fand, viel bessere Idee. Warum sich nur für einen Tag damit näher auseinandersetzen, ich könnte doch gleich in die Imkerei einsteigen.

 

Und so beschloss ich dies auch in die Tat umzusetzen. Nur leider stellte ich fest,  dass ich mittlerweile, dank der vielen Literatur, zwar mehr über Bienen wusste, aber eben nicht mal ansatzweise genug um sich als Imker zu versuchen.

 

Bei meiner Suche nach einer Möglichkeit vom Laien zum Imker zu werden, fanden sich viele Informationen über Imkervereine, welche Lehrgänge anbieten. In diesen Lehrgänge, bekommt jeder interessierte und willige Anfänger professionelle Hilfe von erfahren Imkern. In Bienenlehrständen stehen mehrere Bienenvölker, welche von den Teilnehmern über einen Zeitraum von April bis August betreut werden. In dieser Zeit erfährt man dann alles Wichtige was es für einen erfolgreichen Start als Jungimker zu wissen gibt.

 

Glücklicherweise fiel mir wieder ein, das ich vor einigen Jahren einen Imker aus meiner Heimat kennengelernt hatte, welcher selbst in einem Verein tätig ist und eben genau solche Lehrgänge mit begleitet. Gesagt, getan meldete ich mich und auch gleich noch meinen Vater für den nächsten Lehrgang im Frühjahr 2017 an. 

 

Wie es in so einem Bienenkasten von innen aussieht erfährst du  z.B. auch bei einem Imker in Deiner Nähe

 

Ich persönlich bin mehr als nur begeistert darüber, was es dabei alles zu erlernen gibt und wie unglaublich viel Freude mir die Imkerei bereitet. Nicht nur mein Blick, auch der Blick meines Vaters auf die Umwelt um uns herum hat sich dadurch verändert und damit auch auf die Wertschöpfung dieser kleinen Lebewesen und der vielen anderen Insekten.

 

Wie so ein Kurs aussehen kann und was es dabei alles Interessantes zu lernen gibt, werde ich Euch selbstverständlich in kommenden Beiträgen gerne näher erläutern.

 


geschrieben von Matthias


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